Sie sind hier:

IPSC

Regelwerk

Das Sportgerät

Ausrüstung

Schiesstechniken

Der Parcouraufbau

SuRT

Tipps für Einsteiger

Das erste Match

Was ist der BDS

Literatur

Lexikon

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Sitemap

Kontakt

Impressum

Sicherheits- und Regeltest (SuRT)

Nachdem sich der Schütze einige Zeit lang im Verein die nötigen Kenntnisse in der Waffenhandhabung, der Sicherheitsanforderungen und Regeln sowie der gängigen Kommandos erworben hat, kann er sich zum Sicherheits- und Regeltest (SuRT) anmelden.
Voraussetzung - aber nicht Bedingung - ist im Allgemeinen, dass der Prüfling bereits eine eigene Waffe besitzt, mit der er sicher umgeht.
Sicherheits- und Regeltests finden in den Landesverbänden in unregelmäßigen Abständen je nach Bedarf statt.

Bei bestandenem SuRT erhält der Schütze eine "Lizenz", ähnlich wie in einigen anderen Sportarten, die ihn dann erst zur Teilnahme an Wettkämpfen und Meisterschaften berechtigt. Diese Lizenz gilt zunächst für 2 Jahre mit der Maßgabe, dass der Schütze in der Zeit mindestens an 4 sanktionierten Matches teilnimmt. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass das im SuRT Gelernte sich unter Wettkampfbedingungen fest einprägt.

IPSC Sicherheitsroutinen

Die folgenden Hinweise sollen IPSC-Neulingen helfen die wichtigsten Sicherheitsregeln und Abläufe kennen zu lernen.

Grundsätzliches:
Die Waffe ist entweder geholstert oder in der speziell ausgewiesenen Safety Area abgelegt ! Ausserhalb der Safety Area darf die Waffe NUR auf Anweisung eines RO aus dem Holster genommen werden ! KEINE Ausnahme !

Wenn die Waffe geholstert ist, muss der Magazinschacht bzw. die Trommel leer sein. Ausserdem ist der Schlitten geschlossen und der Hammer ist ganz abgeschlagen bzw. entspannt und das Patronenlager ist komplett leer. Die Waffe darf niemals, ob ungeladen oder nicht, offen oder geschlossen, ausserhalb der Safety Area in der Hand gehalten oder getragen werden! Jegliches Ziehen, Anschlagen und Überprüfen von Waffe und Ausrüstung ist nur in der speziell bezeichneten „SAFETY AREA“ erlaubt. Es gibt hier keine Ausnahmen !
In der Safety Area wird die Waffe ausschliesslich mit offenem Schlitten mit der Mündung in der sicheren Richtung abgelegt. Weiterhin ist es nicht erlaubt in der Safety Area mit Munition oder Munitionsteilen zu hantieren (Dies beinhaltet auch leere Hülsen oder Pufferpatronen). Auch wenn sie die Range betreten darf die Waffe nur in der Safety Area ausgepackt werden.

Im Zweifelsfall sollte man vor jedem hantieren an der Waffe den Range Officer befragen.
Zudem müssen natürlich alle an der Waffe angebrachten Sicherungen funktionieren!

Vor und während der Übung:
Die Anweisungen eines Range Officers haben absoluten Vorrang vor sonstigen Bestimmungen der Sportordnung.
Der Schütze beginnt erst auf das direkte Kommando des ROs die Waffe aus dem Holster zu nehmen und zu laden. Das bedeutet: Erst bei Aufforderung „Load and make ready!“ wird geladen. Ab diesem Zeitpunkt hat die Übung begonnen.
Tipp: Nach dem Ladevorgang (d.h. mit einer Patrone in der Kammer) kann das Magazin noch einmal entnommen und durch ein komplett volles ersetzt werden (oder das erste Magazin nochmal mit einer Patrone nachgeladen werden). Dadurch haben Sie einen Schuss mehr zur Verfügung :-)
Überprüfen Sie ob das Magazin wirklich eingerastet ist. Den Magazinsitz insbesondere bei Waffen mit Magazintrichter (Jet Funnel o.ä.) überprüfen. Es empfiehlt sich auch die Waffe vor dem Start noch einmal kurz durchzuchecken (z.B. auf Kommando „Check your gun!“ oder vor der Frage „Are you ready?“):
- Ist tatsächlich eine Patrone im Patronenlager ? (Schlitten leicht ziehen)
- Ist die Sicherung eingelegt ? (Einrasten überprüfen)
- Ist der Magazinsitz korrekt ?
- Dann die Waffe wieder holstern

Tipp: Solange man noch nicht startbereit ist kann man die Hand auf der geholsterten Waffe ruhen lassen. Dadurch weiß der RO, dass man noch etwas Zeit benötigt. Erst wenn man die Hand von der Waffe nimmt wird der RO mit den Kommandos fortfahren.

Bei jeder Verschiebung (d.h. bei jeder Bewegung um mehr als einen Schritt) FINGER AUS DEM ABZUGSBÜGEL!

Waffenstörungen
1. Zu den häufigsten Störungen gehören die so genannten „stovepipes“ oder „smokestacks“, d.h. eine leere Hülse wurde nicht korrekt ausgeworfen und klemmt im Auswurffenster. In diesem Fall können Sie versuchen die leere Hülse mit der Hand abzustreifen (nur wenn sie mit Hülsenboden oder -mund klemmt) und dann weiterfeuern. Falls dies nicht funktioniert können sie versuchen die Hülse durch Durchrepetieren zu beseitigen und dann weiterfeuern. Wenn Sie nicht sicher sind in jedem Fall immer durchrepetieren.
Bei Unklarheit über das Problem immer das Magazin entfernen, damit nicht eine zweite Patrone auf eine im Patronenlager befindliche repetiert wird. In diesem Fall sollten Sie abbrechen und dieses dem RO durch Handheben signalisieren.

2. Es wird keine neue Patrone zugeführt: Dieses Problem kann durch ein nicht korrekt sitzendes Magazin verursachet werden. Zum beheben einen kurzer starken Schlag auf den Magazinboden ausführen. Durchrepetieren, weiterschießen. Tritt die Ladehemmung häufiger auf ist entweder die Waffe defekt oder zu stark verschmutzt.

3. Eine Patrone wird nur unvollständig zugeführt: Ein kurzer, harter Schlag auf den Magazinboden kann das Problem oftmals beseitigen. Wenn nicht:
a) Magazin auswerfen
b) Die verklemmte Patrone durch repetieren auswerfen
c) Nachladen (möglichst gleich ein volles Magazin)
d) durchladen, weiterfeuern

WICHTIG: Bei Klemmern immer als erstes das Magazin auswerfen da es ansonsten zu Doppelzuführungen kommen kann.

4. Größte Vorsicht ist bei einer (tatsächlichen oder mutmaßlichen) Fehlzündung einer Patrone geboten ! Möglicherweise hat nur das Zündhütchen gezündet und das Geschoß nur in den Lauf getrieben, so daß dieser blockiert ist! Wenn man nun durchrepetiert und weiterfeuert führt dies unweigerlich zur Beschädigung der Waffe. Im schlimmsten Fall zur Waffensprengung mit Gefahr für die Gesundheit und das Leben des Schützen und seiner Umgebung!
Im Zweifel also immer abbrechen (Finger vom Abzug, Sichern, Waffe zeigt in Richtung Kugelfang, freie Hand hoch, auf RO-Anweisung warten) und unter RO-Aufsicht überprüfen. SICHERHEIT und GESUNDHEIT gehen in jedem Fall vor !

Nach der Übung
Nach Abschluss der Übung muss (wie auch bei jeder Verschiebung während der Übung) unbedingt der Finger aus dem Abzugsbügel! Dann sofort die Sicherung einlegen. Warten Sie mit der gesicherten Waffe in Richtung Hauptkugelfang auf weitere Kommandos des RO. Nicht ohne direkte Aufforderung holstern oder etwas anderes unternehmen.
D.h. erst bei Aufforderung zum Entladen („Unload!“):
a) Magazin auswerfen und wegstecken
b) Während die Waffe auch weiterhin immer auf den Kugelfang zeigt und der Finger vom Abzug ist, wird die Sicherung gelöst und der Schlitten geöffnet, so dass der RO und man selbst in die Kammer blicken kann. Die Patrone (die ev. noch in der Kammer war) sollte aus Sicherheitsgründen immer auf den Boden ausgeworfen werden.
c) Die Waffe ist nun leer und geöffnet. Der Schütze wartet mit der Waffe in der Hand, bis der RO ihm das Zeichen zum Holstern gibt. Vorher wird der RO sich davon überzeugen, daß das Patronenlager leer ist („Show clear!“) und dann den Befehl zum Schließen der Waffe („Gun is clear“), Abschlagen bzw. Entspannen („Hammer down!“) und Holstern („Holster!“) geben. Das Kommando „Hammer Down“ bedeutet unbedingt das hörbare Abschlagen der Waffe! Der RO wird ein kontrolliertes Nach-vorne-Bewegen des Hammers oder Entspannen mittels Entspannhebel nicht akzeptieren.

Bei irgendwelchen Unterbrechungen legt der Schütze die Sicherung ein, bleibt dabei immer mit Waffe und Körper auf den Kugelfang gerichtet und wartet weitere Anweisungen des RO ab.

Nach Abschluß einer Übung darf niemand den Stand verlassen oder gar in Richtung Ziel gehen, bevor der RO nicht das Kommando „Range is clear“ gegeben oder anderweitig den Stand freigegeben hat!


Wichtige SuRT Regeln und Begriffe:

Fallen der Waffe:
Außerhalb der Stage = RO anfordern, der sie dann ordnungsgemäß aufhebt und prüft. Niemals selbst aufheben!
Auf der Stage im Wettkampf = sofortige DQ

Re-shoot:
Bekommt man immer, wenn irgendetwas auf der Stage umfällt, zu Bruch geht etc. ohne mein Verschulden oder wenn z.B. der Timer defekt ist.
Bekommt man immer, wenn man den RO anrempelt. Wird gerne provoziert bei Misses etc.

Popper
Müssen fallen, wenn sie im oberen Drittel getroffen werden.

Revolver
Dürfen nach dem Signal „Load and make ready“ nur mit entspanntem Hahn geholstert werden !

Kegel (Pins)
Dürfen beim IPSC nicht verwendet bzw. beschossen werden da dies nicht vom BDS zugelassen und abgesichert ist.

Schießbuch
Nicht vorgeschrieben, sollte aber geführt werden, um im Zweifelsfalle bei einem Wettkampf die eigene Leistung nachweisen zu können.

Holster
Der RO kann vorschreiben, wo es zu sitzen hat ! Z.B. bei Übungen, die im Sitzen geschossen werden um sweeping zu vermeiden.

Liegendschießen:
Beim Abgehen der Stage vor dem Wettkampf (aber auch im Wettkampf) aufpassen, daß keine Waffe im Holster steckt ! Dies würde zur sofortigen DQ führen ! Waffe darf nie nach hinten zeigen ! Beim Abgehen solcher Stages die Waffe erst in der Safety Area ablegen !

Treffer pro Scheibe max.:
Im Wettkampf dürfen vor der Auswertung und dem Abkleben maximal 12 Wertungstreffer auf der Scheibe sein. Siehe 4.2.3

Mindestentfernung zur Scheibe bei der Trefferaufnahme
Der Schütze darf bei der Trefferaufnahme max. bis auf einen Meter an die Scheibe herantreten und diese niemals berühren !

Einspruch
Innerhalb einer Stunde !

Wie weit darf die Waffe nach hinten zeigen ?
Beim Ziehen gilt: Lauf zeigt max. in einen Umkreis von 2 m um den Schützen herum
Geholstert: Lauf zeigt max. in einen Umkreis von 1 m um den Schützen herum

Sweeping
Unter sweeping versteht man, wenn der Schütze mit der Laufmündung über ein Körperteil „streicht“ oder deutet. Dies führt unweigerlich zur DQ

Doppeln
Wenn die Waffe doppelt, wird der Durchgang sofort abgebrochen. Es gelten alle bis dahin erzielten Treffer. Dem Schützen wird die Möglichkeit zur Reparatur gegeben, um bei der nächsten Stage weiter zu schießen. Es wird eine Verwarnung ausgesprochen.

Waffenbruch
Wenn die Waffe zerstört wird, wird der Durchgang sofort abgebrochen. Es gelten alle bis dahin erzielten Treffer.

Magazinwechsel (unsichere Waffenhandhabung)
Löst sich beim Magazinwechsel ein Schuß, erfolgt sofortige DQ (vermutlich war Finger am Abzug)

Stoppsignal / Pfiff / Ruf des RO
Sofort das Schießen einstellen und FREECE !

Wann muß der Finger aus dem Abzugsbügel ?
IMMER !!!
Nur bei der Zielaufnahme und dem feuern ist der Finger am Abzug !
Also Finger raus beim:
Holstern, Magazinwechsel, Positionswechsel (Verschiebung mehr als 1 Schritt), Waffenstörung etc.

Was sind zerbrechliche Ziele ?
Ziegel, Luftballons, Wurfscheiben etc.

Aufruf im Wettkampf
Erscheint der Schütze im Wettkampf nach dem 2. Aufruf nicht auf der Stage = DQ

Was ist beim Stage-Aufbau nicht erlaubt ?
z.B. Stacheldraht, lange Röhren und feste Wände, da diese einen paramilitärischen Charakter haben !

Verwarnung
Eine Verwarnung wird ausgesprochen: wenn die Waffe doppelt; wenn der Schütze auf der Stage eine ungeladene Waffe mit gespanntem Hahn holstert; wenn der Schütze auf der Stage eine Waffe mit gespanntem Hahn ablegt.

Disqualifikation (DQ)
Bei Abweichung von der 90o Regelung zum Kugelfang; Fallenlassen einer geladenen Waffe; Holstern ohne Aufforderung; herumlaufen mit geladener Waffe; wenn vor oder nach der Stage eine Waffe mit gespanntem Hahn abgelegt wird, wenn vor oder nach der Stage eine geladene Waffe Hahn abgelegt wird; wenn ein Schuß über den Kugelfang hinausgeht oder in 3 m Umkreis um den Schützen in den Boden einschlägt; wenn sich ein Schuß während des Ladens oder Nachladens oder bei der Behebung einer Waffenstörung löst; wenn in der selben Wertungsklasse eine 2. Verwarnung ausgesprochen wird.